Pressebericht

Wallfahrt auf den Hohen Peißenberg

Dank für Festsommer

Hohenpeißenberg (ge).

Nach dem gelungenen Lechgaufest hatten die Stoffener Trachtler gleich zwei Gründe, zur Trachtenwallfahrt auf den Hohen Peißenberg zu marschieren. Zum einen gilt die Wallfahrt als Dank für den schönen Festsommer, zum anderen konnten die "Fuchsbergler" Stoffen heuer die Lechgau-Standarte übernehmen, die sie nun für ein Jahr in ihrer Obhut haben.

Bei herrlichem Spätsommerwetterversammelten sich über 500 Trachtler aus allen Vereinen des Lechgauverbandes am Fuße des bayerischen Rigi, um in alter Tradition zum Gnadenbild der Muttergottes auf dem Berg zu wallfahrten. Diakon Hans Steinhilber aus Rottenbuch und der Pastoralreferent Hofmeister begleiteten den langen Zug bei schon ansteigenden Temperaturen auf dem Weg nach oben.

Kunst und Kultur

Nur unterbrochen vom Geräusch der jeweiligen Vereinsfahnen war auf der ganzen Zugstrecke das monotone Beten von Rosenkränzen zu hören. Oben angekommen wurden die Wallfahrer von der Trachtenkapelle Westendorf musikalisch empfangen, die auch den Gottesdienst umrahmte. Von den gesellschaftlichen Werten, wie Kunst, Kultur, Brauchtum und Religion, sprach Pater Johannes Neudecker in seiner Festpredigt.

Reich beschenkt

"Wir sind von unseren Vorfahren reich beschenkt" stellte er beim Anblick der farbenprächtigen Trachten fest und forderte die Anwesenden auf, diesen Weg weiter zugehen. "Die Welt braucht Orientierung" forderte er vor allem die Jugend auf, die schönen alten Werte zu erhalten. Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Trachtenschar am Ehrenmahl des Lechgauverbandes vor der Wallfahrtskirche und mit einer feierlichen Kranzniederlegung wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht. Die Ereignisse in Südrussland griff Gauvorstand Florian Echtler auf und verurteilte diese Gewalt an Kindern.

Harmonisches Umfeld

"Mich freut jedes Kind, das in harmonischem Umfeld aufwächst und in unserer Trachtensache Heimat findet" so der Gauvorstand, der damit ebenfalls den wichtigen Stellenwert von kulturellen und religiösen Werten betonte. Mit einem kurzen Prolog wurde die Gaustandarte vom Trachtenverein Westendorf an den Fähnrich der "Fuchsbergler" Stoffen übergeben, der versprach, das Banner des Lechgaues im kommenden Jahr in Ehren voranzutragen.


Landsberger Tagblatt, 07. September 2004, Seite 23

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